Solidarität mit den streikenden HVV-Beschäftigten!

altonaDie Fahrer*innen von Bussen und Bahnen, die für ihre Interessen streiken, machen uns allen Hoffnung, dass wir nicht wieder diejenigen sein müssen, die für diese Krise zahlen. Denn Respekt vor den Mitarbeiter*innen im sozialen Sektor wird nicht durch das Beklatschen gezeigt, sondern zeigt sich in guten Arbeitsbedingungen und angemessenen Löhnen.
Mit diesem Streik schlagen die Kolleginnen und Kollegen gleichzeitig einen Bogen zu den großen Fragen unserer künftigen Mobilität, denn sie sind diejenigen, die in Zukunft dafür sorgen, dass wir mit einem gut ausgebauten ÖPNV von A nach B gelangen.

Der Arbeitskampf ist gerechtfertigt!
Erstens verdienen die Fahrer*innen sowie die anderen Beschäftigten der
Verkehrsbetriebe zu wenig, um davon gut genug leben zu können.
Zweitens geht es ja nicht nur um mehr Geld; es geht auch um bessere
Arbeitsbedingungen, um Entlastung statt Arbeitsverdichtung, mehr Personal
– um einen viel besseren öffentlichen Nahverkehr.

Wenn es ver.di und den Beschäftigten im ÖPNV gelingt, die Arbeitsbedingungen massiv zu
verbessern und für alle Regionen einen gemeinsamen Tarifvertrag durchzusetzen, dann
sind wir ein gutes Stück weiter auf dem Weg in eine Verkehrswende. Sie ist deswegen so
dringend erforderlich, weil zur Abwendung des Klimakollaps vor allem der CO2-Ausstoß
im Verkehr drastisch reduziert werden muss. Wenn sich die dort Beschäftigten also für
höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen einsetzen, dann handeln sie damit im Sinne
ökologischer Verantwortung und für das Allgemeinwohl.
Das Argument der leeren Kassen zieht nicht. Schließlich hat man z.B. für die Lufthansa 9
Mrd. € zur Verfügung gestellt, ohne auch nur Entlassungen auszuschließen. Stadt und Land
sind gefordert, die nötigen Mittel aufzubringen. Uns ist nicht damit geholfen, wenn zum Beispiel
die HSH-Nordbank mit Milliarden aus den öffentlichen Kassen gerettet wird und das
Geld dann für soziale Infrastruktur fehlt.
Bessere Arbeitsbedingungen, eine Erhöhung der Löhne und eine Verkehrswende werden
nicht mit Bitten und guten Worten erreicht. Nur wenn die Beschäftigten sich aktiv dafür
einsetzen und die Auseinandersetzung nicht scheuen, kann Nennenswertes durchgesetzt
werden. Und in diesem Kampf muss auch die Öffentlichkeit in der Stadt einbezogen werden,
denn sie wird es sein, die bei einer Verkehrswende gewinnt!

hier das Flugblatt als pdf
streik


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