Unsere Antwort auf Stau, Unfälle, miese Atemluft und Klimawandel: HVV für 1 Euro/Tag!

+++ bekannt aus Funk und Fernsehen +++
Dass sich an Hamburgs Verkehrspolitik etwas ändern muss ist vielen klar. Nicht nur Radlerinnen und Radlern sondern auch allen, die sich mit dem überteuerten HVV bewegen müssen. Doch die Stimmen gegen die Privilegierung des Autoverkehrs werden lauter.
Mit unserer Sofort- und Minimalforderung nach Einführung eines radikal vereinfachten und verbilligten Tarifsystems wie in Wien haben wir es anlässlich des Verkehrsausschusses am 9.11. geschafft, frischen Wind in die sonst geräuschlose jährliche Tariferhöhungsmaschinerie zu bringen.

Hier die Artikel aus der Tagespresse:
MOPO
Abendblatt

Der HVV kommentiert wie gewohnt dümmlich. In der Mopo wird behauptet, dass die Kosten angesichts der dann steigenden Fahrgastzahlen steigen würden.
Abgesehen davon, dass es doch seltsam ist, dass ein Unternehmen eine Zunahme der Nachfrage befürchtet spricht ja wohl nichts gegen eine Fortbildungsreise nach Tallin (ÖPNV ticketfrei) oder Wien um sich vor Ort von der Realitätstauglichkeit zu überzeugen.
Reisen bildet.
Und Entscheider in Verkehrsuntermehmen haben angesichts drohender Dieselfahrverbote und über 3000 Unfalltoter pro Jahr eine moralische Fortbildungspflicht…

In Wien jedenfalls wurden nach der Einführung 2017 780.000 Jahreskarten verkauft, mehr als doppelt so viele wie 2011. Die Zahl der Fahrgäste stieg um fast 100 Millionen auf 962 Millionen im Jahr. Die Erlöse aus dem Fahrkartenverkauf sind sogar gestiegen: Von 458 Euro 2011 auf heute 503 Millionen. Damals wie heute deckt der ÖPNV in Wien rund 60 Prozent seiner Kosten selbst. Und die Zahl der Autos hat zwar zugenommen – allerdings ist Wien auch eine der am schnellsten wachsenden Metropolen Europas. Heute gibt es – diese Entwicklung eingerechnet – pro Einwohner weniger Pkws als im Jahr 2012.
Und in Hamburg: hier sitzen ja wohl offensichtlich die falschen Leute am Hebel: anstatt jetzt den Schwung aufzunehmen und die Fahrt in Richtung Attraktivitätsteigerung und somit Beschäftigungssicherung auszubauen wird ideologisch begründet auf die Bremse getreten.

Deshalb in Richtung unseres Debattengegners HVV die Frage: Wir wollen einen besseren, breiter genutzten ÖPNV in Hamburg. Und ihr?
Und an die Hamburger Rathausprominenz: Wir sind viele Wählerinnen und Wähler die für die kommende Bürgerschaft keine Partei wählen werden, die nicht mal wenigstens „die Prüfung einer Einführung de Wiener Modells“ in ihrem Programm hat….!

Fußnote:
Womöglich wollen nach der Wien-Exkursion die Herren Vohl vom HVV und Tjarks von der Fahrrad-FDP vor Begeisterung gleich in Wien bleiben…! Für uns wäre das in Ordnung.


0 Antworten auf „Unsere Antwort auf Stau, Unfälle, miese Atemluft und Klimawandel: HVV für 1 Euro/Tag!“


  1. Keine Kommentare

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


acht − sechs =



/li