Presseeklärung 1. Mai



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Presseerklärung HVV Umsonst / 1. 5.
1. Mai ticketfrei: Der Krise ein Schnäppchen schlagen!

AktivistInnen und Freunde des Bündnisses „HVV Umsonst“ haben heute, am ersten Mai 2012, eine gemeinsame, öffentlich angekündigte Umsonstfahraktion durchgeführt.
Nach Abschluss der 1. Mai- Demo des DGB am Fischmarkt setzten sich um 13.00 Uhr ca. 50 DemonstrantInnen unter dem Ruf „free public transport“ und „1. Mai ticketfrei!“ in Richtung S- Bahnhof Reeperbahn in Bewegung.
Der mit Luftballons, Fahnen und selbstgebastelten Freifahrtscheinen bewaffnete Zug bog jedoch an der Ecke Pepermölenbek in Richtung Fischauktionshalle ab und erklomm fröhlich eine HADAG- Fähre in Richtung Landungsbrücken.

Janine Fischer nutzte die Gelegenheit die weiteren anwesenden Passagiere auf den Zusammenhang von der Forderung und den 1. Mai Protesten hinzuweisen:
Anlässlich des 1. Mai weise die internationale Arbeitsorganisation ILO auf den alarmierenden Fakt hin, dass die Zahl der ungesicherten Beschäftigungsverhältnisse rasant anwachse. Der Niedriglohnsektor weite sich rasant aus und die Anzahl derer, die trotz harter Arbeit ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten können nehme dramatisch zu.
Deshalb, so Fischer, sei die Gesellschaft gezwungen den Zugang zu einem menschenwürdigen Leben solidarisch, das heißt unabhängig von der Stellung im Erwerbsleben zu ermöglichen. Die Frage nach der gerechten Verteilung der Nutzung von Mobilität müsse genauso beantwortet werden wie die Frage nach gerechter Verteilung von Bildung oder Gesundheit. Am ersten Mai gelte es zwar nach wie vor für mehr Lohn, aber auch außerhalb der Betriebe für gleiche Zugangschancen zu den materiellen und kulturellen Ressourcen der Gesellschaft zu kämpfen.

Der bunte Zug wechselte am Umsteigepunkt Landungsbrücken das Fortbewegungsmittel und stieg in die S- Bahn nach Altona um. Mit umgeklappten Regenschirmen wurde den Überwachungskameras die Möglichkeit zu filmen eingeschränkt.

Im Bahnhof Altona wurde eine abschließende Kundgebung abgehalten, dort kündigte Fischer selbstbewusst weitere Aktionen z. B. im Rahmen des Hafengeburtstages an: „Wir haben die Debatte in Hamburg erfolgreich eröffnet und wir haben die besseren Argumente auf unserer Seite. Wir können und wollen es uns auch künftig nicht verkneifen, der Regierung und ihren Vorgängern ihre millionenteuren Sündenfälle wie Elbphilharmonie und das Mühlenberger Loch aufs Brot schmieren.
Fischer bezeichnete das Etikett der „Umwelthauptstadt“ für Hamburg als lächerliche Mogelpackung: „Sozial wie ökologisch ist Hamburg angesichts des ungebrochenen Autofetischismus, fortsetzender Ausgrenzung durch steigende Mieten und HVV-Preise eine Lachnummer“. Gegen 14.00 Uhr löste sich der Zug auf und beteiligte an der „Euromayday-Parade“.

Weitere Nachfragen oder Bilderwünsche: 0157-34680927


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