Presseerklärung: HVV Umsonst zum 1. Mai

Erster Mai, ticketfrei!

Am 1. Mai 2012 nehmen sich in Hamburg viele Menschen das Recht auf einen fahrscheinfreien öffentlichen Nahverkehr: gemeinsam, solidarisch, selbstverständlich!

Nach Abschluss der DGB – Kundgebung am Fischmarkt will das Bündnis „HVV umsonst“ mit vielen Menschen ohne Ticket – dafür mit viel Tamtam – zum Auftakt der euromayday-Parade nach Altona (Harkortstr.) fahren und so das Recht auf einen freien öffentlichen Personennahverkehr verwirklichen.

„Es gibt einen unübersehbaren Zusammenhang zwischen der Einkommenssituation und der Teilhabe an Mobilität“, sagt Janine Fischer vom Bündnis für einen ticketfreien HVV. Haushalte mit geringerem Einkommen haben häufig kein Auto, ihre Mitglieder bewegen sich in der Regel mit dem ÖPNV, den sie sich aufgrund ständig steigender Preise immer weniger leisten können.

„Gleichzeitig ist bekannt, dass Hamburg ohne einen radikalen Umbau seines Verkehrskonzeptes unmöglich seine Klimaschutzziele erreichen kann“ ergänzt Erhard Buschmann und beruft sich dabei auf die Studie „Zukunftsfähiges Hamburg“ des renommierten Wuppertal- Instituts. Diese benennt die hohen Folgekosten der Pkws die jede/r Hamburger/in zahlen muss und bezeichnet einen kostenlosen
ÖPNV als „ökologisch und auch sozial vernünftige Maßnahme“.

Am 25.3.2012 meldete die DPA, dass sich die Einwohnerinnen von Tallinn, der estnischen Hauptstadt in einer einwöchigen Befragung mit deutlicher Mehrheit für einen Gratis-Nahverkehr ausgesprochen haben. Dieses und andere europäische Beispiele (Hasselt, Aubagne,…) zeigen, dass ein ticketfreier Nahverkehr –sofern politisch gewollt – möglich ist.

Europaweit finden derzeit als Reaktion auf die Abwälzung der Krisenkosten auf die Allgemeinheit Aneignungsaktionen statt: „Wir bezahlen nicht für eure Krise, wir bestehen auf Teilhabe!“ ist laut dem Bündnis das richtige Motto auch in Hamburg.

Weitere Informationen unter Telefon: 0157-34680927


1 Antwort auf „Presseerklärung: HVV Umsonst zum 1. Mai“


  1. 1 erhard 26. April 2012 um 23:03 Uhr

    Wenn jetzt vom HVV und den Handlangern im Rathaus der Hinweis auf die Kosten kommt, kann ich nur sagen: Ist doch gut wenn das Geld für was sinnvolles ausgegeben wird! Dann bleiben uns so Schwachsinsprojekte wie die Elbphilharmonie oder die Verlegung der Wilhelmburger Reichsstraße erspart!!!!

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