Archiv für März 2012

Aufruf: 1. Mai – ticketfrei!

1. Mai: ticketfrei!

Am 1. Mai nehmen wir uns das Recht auf Beförderung: gemeinsam, solidarisch, selbstverständlich!

Höhere Fahrkartenpeise, Ausweitung der Kontrollen und höhere Strafen für ticketloses Fahren: die „Umwelthauptstadt“ Hamburg stellt die Weichen in eine völlig falsche Richtung. Denn obwohl alle Bewohner dieser Stadt auf Mobilität angewiesen sind wird der ÖPNV teurer und unattraktiver!

Es gibt einen unübersehbaren Zusammenhang zwischen der Einkommenssituation und der Teilhabe an der Mobilität: Haushalte mit geringem Einkommen haben häufig kein Auto, ihre MitgliederInnen bewegen sich in der Regel mit dem ÖPNV, den sie sich aber aufgrund steigender Preise immer weniger leisten können. Ganz besonders übel sieht es für arme Menschen – mit und ohne deutschen Pass – aus.

Demgegenüber sehen wir Mobilität im städtischen Raum als Grundrecht an, von dem niemand aufgrund fehlender finanzieller Möglichkeiten ausgeschlossen werden darf.

Gleichzeitig ist bekannt, dass Hamburg ohne einen radikalen Umbau seines Verkehrskonzeptes unmöglich seine Klimaschutzziele erreichen kann; selbst eine vom Senat in Auftrag gegebene Studie kritisiert die klimazerstörerische CO2- Bilanz des Autowahns.

Die soziale und ökologische Krise herausfordern! Aus sozialen und ökologischen Gründen setzen wir deshalb der ständigen Verteuerung und repressiven Zugangsbeschränkung unsere Forderung nach einem HVV umsonst entgegen.

In vielen Städten gibt es bereits ein Recht auf freie Beförderung; finanziert über eine stärkere Beteiligung derer, die es sich leisten können, und somit auch der Unternehmen!
Dies stellt einen sinnvollen Schritt in Richtung einer an ökologischen und sozialen Kriterien augrichteten Stadtentwicklung dar.

In vielen Städten finden derzeit als Reaktion auf die Abwälzung der Krisenkosten auf die Allgemeinheit Aneignungsaktionen statt:
„Wir bezahlen nicht für eure Krise, wir bestehen auf Teilhabe“ ist das richtige Motto auch in Hamburg.

Am 1. Mai warten wir nicht demütig auf einen geschenkten „Umwelttag“; wir nehmen ihn uns!

• Überlegt euch, wie ihr am 1. Mai solidarisch den Transport bewerkstelligt: ticketlos, Tickettausch, Ticketverschenken, Einladungen zum Gruppenticket,…
• Überlegt euch, wie ihr tagsüber gemeinsam Kontrollen zurückweist.
• Schließt euch den gemeinsamen Umsonstfahrten von der DGB- Demo zum Euro- May- Day an (zur vollen Stunde nach der Abschlusskundgebung).

Aktionsmaterial:

Broschüre als PDF zum Download, ACHTUNG: 1,12 MB
Flugblatt als PDF zum Download
Mitmach-Schnibbel-Ecke für euer Flugblatt als JPG

Stern- Artikel zu Abstimmung für freien ÖPNV in Tallinn/ Estland

«Ja» für freie Fahrt mit Bus und Bahn in Tallinn

Freie Fahrt für freie Bürger: Weil das wegen der vielen Autos auf den Straßen nicht mehr klappt, will Estlands Hauptstadt Tallinn die Fahrten mit dem öffentlichen Nahverkehr umsonst anbieten. Nun entscheiden die Einwohner über den Vorschlag.

Tallinn (dpa) – Klares «Ja» zu freier Fahrt mit Bus und Bahn: Bei einer einwöchigen Bürgerbefragung haben sich die Einwohner der estnischen Hauptstadt Tallinn mit deutlicher Mehrheit für einen Gratis-Nahverkehr ausgesprochen.

Über 75 Prozent befürworteten eine entsprechende Initiative der Stadtverwaltung, wie am Sonntagabend bekannt wurde. Damit sollen von 2013 an Busse und Bahnen flächendeckend gratis verkehren. Tallinn ist die erste Hauptstadt in der Europäischen Union, die das anbietet. (mehr…)

Tallinn entscheidet: free-public-transport

Artikel aus der Wirtschaftswoche: Busse und Bahnen in Tallin kostenlos
Mit deutlicher Mehrheit stimmen die Bürger der estnischen Hauptstadt Tallinn für kostenlosen ÖPNV. Schon ab nächstem Jahr könnten alle Gebühren wegfallen.
Klares „Ja“ zu freier Fahrt mit Bus und Bahn: In der estnischen Hauptstadt Tallinn hat sich eine große Mehrheit der rund 400.000 Bürger für die kostenlose Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs ausgesprochen. Nach Angaben der Stadtverwaltung vom Sonntagabend stimmten bei der einwöchigen Bürgerbefragung rund 75 Prozent für die Initiative, lediglich 25 Prozent waren dagegen. Damit könnten von 2013 an erstmals Busse und Bahnen in einer Hauptstadt der Europäischen Union flächendeckend gratis verkehren. (mehr…)




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